Eternals

Über die Folgen für die Filmindustrie durch COVID-19 habe ich bereits in zurückliegenden Artikel gesprochen. Dauernde Verschiebungen haben dazu geführt, dass nach den Lockerungen viele Großproduktionen in geballter Form auf das Publikum losgelassen wurden. Quasi jede Woche erschien ein weiteres Highlight auf der Leinwand. Darunter allein drei Marvel-Filme: Shang Chi and die Legend of the Ten Rings, Eternals und der im Dezember angelaufene Spider-Man: No Way Home.

Um es gleich vorwegzuschicken, mir hat Eternals sehr gut gefallen. Auch weil Regisseurin Chloé Zhao von der altbewährten Marvel-Formel etwas abweicht. Sie nimmt sich Zeit um die zehn neuen Charaktere vorzustellen, die ihren ersten Auftritt im MCU haben. Das ist auch nötig, denn es gleichzeitig auch der kosmische Rahmen dahinter angerissen, der für Phase IV sehr wichtig ist. Bei den Eternals handelt es sich um Wesen, die von dem Celestial Arishem vom Planeten Olymp auf die Erde geschickt wurden, um die Menschen vor den bösen Deviants zu beschützen. Seit 7000 Jahren leben die gottgleichen Wesen unter uns, mischen sich aber nur dann ein, wenn auch Deviants im Spiel sind. Deswegen hielten sie sich auch aus dem Konflikt mit Thanos heraus. Nachdem die Deviants besiegt waren, mischten sich die Eternals unter die Menschen und leben seitdem unerkannt unter ihnen. Doch eines Tages taucht eine neue Art des alten Feindes auf, der in der Lage ist, Eternals zu töten. Somit werden die Karten neu gemischt und es scheint nicht mehr alles so zu sein, wie es scheint…

Oscarpreisträgerin Zhaos Film ist nicht ganz so actiongeladen wie einige seiner Vorgänger. Sie konzentriert sich lieber auf die Charaktere, von denen jeder seinen eigenen Moment hat. Das kann manchmal etwas anstrengend sein, aber man wird mit einem interessanten Film belohnt, den ich als erfrischend anders empfand. Am Ende wird der die Handlung nicht nur dynamischer, sondern man wird auch mit einem epischen Finale belohnt, bei dem man sich allerdings fragt, ob die Avengers grade im Häkelunterricht waren. Aber wen kümmern schon so ein oder zwei Plotholes? ūüėČ

Eternals macht dennoch sehr viel Laune und auch bei ihm lohnt es sich noch während des Abspanns sitzen zu bleiben. Es gibt zwei Postcreditszenen, die auf jeden Fall noch Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des MCU haben werden.